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Einstellung, Benutzung und Service / gripSPEEDER 2.3 S

(Stand vom 04.02.2020)

Die gripSPEEDER Modelle werden generell ohne Schuh geliefert. Rollen, Rollensets, Schuhgrößenspacer-Sets, Reboundtuning-Sets mit Schraubensets dazu, sowie alle übrigen Teile des Fahrwerks sind gesondert bestellbar. So könnt ihr euren SPEEDER bei Bedarf auch individuell selbst konfigurieren.

Die Anschlussmaße des Fahrwerkes sind kompatibel zu den handelsüblichen Boots mit 195 mm Lochabstand bei 11 bis 13 mm Überhöhung. Für den Fall, dass maßgeschnittene Carbon-Boots mit darin integrierten, seitlich nicht zu verstellenden Gewindeaufnahmen aufgeschraubt werden sollen, ist die Boots- Aufnahme am Fahrwerk mit Langlöchern ausgestattet. Die Einstellung der Vorspur, bzw. der idealen Linie für den Fahrer, kann damit leicht vorgenommen werden.

Über Größe 40 bis 46 werden im Shop entsprechende Schuhgrößenspacer-Sets angeboten. Pro Verschraubungspunkt wird die benötigte Anzahl an Spacern zwischen Schuh und Fahrwerksaufnahme fest verschraubt. Fahrwerke außerhalb dieser Größen können als Sonderanfertigung gegen Aufpreis geordert werden.

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die 125 mm Speedrollen beim Einfedern genug Luft zum Schuh haben und beim Abdrücken nicht schleifen! Der Abstand beträgt ca. 5 mm.

Für den Wettkampfeinsatz kann das Fahrwerk, je nach Wunsch des Fahrers, zusätzlich mit einem Rebound Tuning-Set ausgerüstet werden. Mit den darin enthaltenen Rebound Platten kann der bereits vorhandene Double Rebound aus Rollen und Titangabeln in 1 mm Schritten zusätzlich auf bis zu 3 mm erhöht werden. Löse mit einem Inbusschlüssel die jeweils zwei Befestigungsschrauben der Titangabeln an der Oberseite des Fahrwerkes. Lege die entsprechenden Rebound Platten (für vorn und hinten unterschiedliche Sorten) ein und schraube alles wieder zusammen. Es können maximal, zu der bereits unter jedem Gabelschaft liegenden Platte, noch drei weitere pro Position eingelegt werden. Die bei Auslieferung bereits vormontierte Grundplatte ist an den Seiten angeschrägt. Sie verbleibt mit den Schrägen in Richtung Rahmenauflage immer an dieser Stelle. Die kleinen Madenschrauben in den Titangabeln (1x Gabel hinten und 2x Gabel vorn) verbleiben vorerst in ihrer Ausgangsposition. Das ist etwa 1 mm bis zum Anschlag an die Reboundplatte.

Achtung! Der Tuningsatz darf nur unter trockenen Bedingungen verwendet werden. Bei nassem Untergrund könnten unter Anschubdruck die mittleren Griprollen sonst nicht genug Anpressdruck aufbauen. Es kommt zu akutem Haftungsverlust.

Bei konventionellen Skatern gestaltet man bei nasser Bahn den Abdruck eher frequenter und  sanfter, um nicht zu rutschen. Beim gripSPEEDER muss der Abdruck dagegen genauso kräftig wie bei trockener Bahn ausgeführt werden, da die Griprollen ansonsten zu wenig Haftung aufbauen. Solltest du trotzdem rutschen, dann muss das Fahrwerk weicher gestellt werden, damit die Griprollen mehr Druck und somit bessere Haftung bekommen.

Bei der Bestellung wird das Gewicht des Fahrers abgefragt. Dort gibt 3 Fahrwerksgrundsetups, die jeweils eine Spanne von 20 kg Körpergewicht überstreichen. (40 bis 60, 60 bis 80 und 80 bis 100 kg) Außerdem kann zwischen 3 Fahrertypen gewählt werden. (Hobbyfahrer, Racer, Profi) Sollte das Gewicht des entsprechenden Fahrers an der unteren oder oberen Grenze eines der drei Fahrwerksgrundsetups liegen, so wird je nach der zu erwartenden Abdruckkraft des Fahrertypen entweder das höhere oder der niedrigere Fahrwerksgrundsetup gewählt. Der gripSPEEDER wird dann bei uns auf diese Werte konfiguriert, an euch ausgeliefert und ist sofort einsetzbereit. Zur Optimierung, und um dem System all seine Reserven für maximalen Speed und beste Haftung (Grip) zu entlocken, kann am Fahrwerk das persönliche Setup eingestellt werden.

Diese Einstellung ist denkbar einfach und wird an beiden SPEEDERN in der Regel identisch durchgeführt. Dafür stellt ihr euch mit dem SPEEDER, inkl. verschraubtem Schuh auf eine glatte und absolut ebene Unterlage. Der rechte bzw. linke SPEEDER wird mit dem vollen Körpergewicht belastet. Jetzt sollten sich die mittleren Griprollen noch gut drehen lassen und ein etwa 2 mm Spalt zu sehen sein. Eine zweite Person ist dabei hilfreich.

Für den Fall, dass der Sag zu groß ist (Griprollen sitzen auf bzw. Spalt unter 2 mm), müssen die Titangabeln verhärtet werden. Die Einstellung dafür wird mit den jeweiligen Stellschrauben (Madenschrauben M6, vorn 2x und hinten 1x), die sich in den Gabeln in unmittelbarer Nähe des Rahmens befinden, vorgenommen. In diesem Fall werden die jeweils ersten Stellschrauben (vom schwarz eloxierten Rahmen aus gesehen) mit dem beiliegenden 3 mm Innensechskantschlüssel am unbelasteten SPEEDER bis zum Anschlag eingeschraubt. Sollte der Sag jetzt zu wenig sein (großer Spalt zwischen Griprollen und Boden bzw. mit Fühllehre gemessen über 2 mm), dann muss die Schraube Stück für Stück so lange herausgedreht werden, bis sich ein Wert von ca. 2 mm einstellt bzw. der sichtbare Spalt klein genug ist. Sollte der Sag zu groß sein (kleiner oder gar kein Spalt zwischen Griprollen und Boden bzw. mit Fühllehre gemessen unter 2 mm), dann können die Schrauben vom Anschlag aus in Schritten von ¼ Umdrehungen maximal noch eine Umdrehung eingedreht werden, bis sich ein Wert von ca. 2 mm einstellt. An der vorderen Gabel muss aber erst die Anstellmöglichkeit der zweiten, näher zur Rolle liegenden Schraube ausgenutzt werden. Für die vordere Gabel sollte dann nur diese für die maximal eine Umdrehung ab Anschlag genutzt werden. Im Fahrtest sollten sich bei trockener Fahrbahn und maximalem Abdruck die Griprollen gerade noch drehen.

Eine weiter schnelle Einstellmöglichkeit:
Mit dem aufgeschraubten Schuh zentrisch mit dem ganzen Körpergewicht auf den eizustellenden SPEEDER stellen. Jetzt die beiden mittleren Griprollen andrehen und zentrisch mit maximaler Beinkraft abdrücken. Beide Rollen müssen stoppen. Sollte das nicht der Fall sein, ist das Fahrwerk zu hart. Entweder es wir vorn und hinten eine Tuningplatten aus dem eventuell verbauten Rebound Tuning- Set entfernt, oder die Stellschrauben an den Gabeln müssen zurückgestellt werden, bis die Rollen sicher stoppen. Wenn die Rollen zu früh stoppen, dann umgekehrt verfahren.

Geübte Fahrer bekommen die Kontrolle auch während des Fahrens hin, indem sie Anschieben, und in Fahrt die Rotation der Griprollen prüfen.

Bei neuen Skatern muss diese Einstellung nach ca. 100 km noch einmal nachjustiert werden, da sich die Madenschrauben, die auf das gehärtete Anschlagblech drücken, erst setzen müssen.

Mit dieser Grundeinstellung lässt sich der gripSPEEDER sehr komfortabel und effektiv bewegen. Um jedoch das volle Potential auszuschöpfen, ist etwas Umgangserfahrung bzw. Laufroutine und das beschriebene Feintuning notwendig. Das Feintuning ist maßgeblich vom Bewegungs-Charakter des Sportlers und den Umweltbedingungen abhängig.

Ein Fahrer mit eher geringer Anschubfrequenz aber dafür kräftigem Anschub benötigt weniger Sag. Während ein Fahrer mit hoher Anschubfrequenz und etwas geringerem Krafteintrag eher mehr Sag benötigt, damit bei der geringeren Krafteinleitung der Weg für die Griprollen bis zum Boden nicht so weit ist und die Griprollen sich auch fest und sicher andrücken können.

Des Weiteren ist es bei sehr warmem Belag effektiver den Sag kleiner zu halten (Spalt zwischen Griprollen und Boden eher größer), während bei kaltem oder nassem Belag mehr Sag die günstigere Wahl sind usw…  

Ziel des Feintunings ist also die Optimierung zwischen Anschub- und Gleitfase mit Hilfe der Sag- Einstellung und der Wahl der richtigen Rollenhärte, passend zum Fahrertyp, zum Fahrbahnbelag und zu den Wetterbedingungen.

Für die hochwertigen und teuren 125er Speedrollen mit Aluminiumkern bieten wir einen einzigartigen und nachhaltigen Service anbieten. Je nach Verschleißgrad können dann die Profilkurven bis zu zwei Nachschliffe erhalten und danach wieder eingesetzt werden. So werden allein durch einen Nachschliff die Hälfte der Kosten im Vergleich zu einem Neukauf gespart. Zu beachten gilt dabei, dass der Sag- Wert danach geringfügig korrigiert werden sollte, da die Rolle ja mit jedem Schliff etwas kleiner geworden ist. Sollte eine Rolle nicht mehr nachgeschliffen werden können, geben wir eine Gutschrift von 2,50 € pro Rolle. Diese Rolle wird fachgerecht und umweltfreundlich recycelt. Das heißt, entkernt, gestrahlt, eloxiert und mit der CPU- Speedmischung wieder neu umgossen. So entsteht eine absolut neuwertige Rolle, die zu einem sehr attraktiven Preis im Shop angeboten wird. Die Schonung von Ressourcen steht dabei im Vordergrund.


english version

Setting, Use and Service / gripSPEEDR 2.3 S

(February 4th, 2020)

The gripSPEEDER models are generally delivered without shoes. Wheels, wheel sets, shoe size spacer sets, rebound tuning sets with screw sets, as well as all other parts of the chassis can be ordered separately. So you can configure your SPEEDER individually if required.

The connecting dimensions of the undercarriage are compatible with the standard shoes, with a hole spacing of 195 mm and an elevation of 11 to 13 mm. In the event that custom-made carbon shoes, with integrated threaded shatfs, that cannot be adjusted sidesway, are to be screwed on, the boot shoe mount on the undercarriage is equipped with elongated holes. This makes it easy to set the toe-in or the ideal line for the skater.
Corresponding shoe size spacer sets are available in the shop for sizes 40 to 46. For each screwing point, the required number of spacers are firmly screwed between the shoe and the chassis mount. Chassis outside of these sizes can be ordered as a special order for an additional charge.

It is important to ensure, that the 125 mm speed wheels have enough distance to the shoe when being compressed and do not grind when they are pulled off! The distance is about 5 mm.

Depending on the skaters preferences, the chassis can also be equipped with a rebound tuning set for competition use. With the containing rebound plates, the existing double rebound, consisting of wheels and titanium forks can be increased in 1 mm steps up to 3 mm. Use an Allen key to loosen the two fastening screws of the titanium forks on the top of the chassis. Insert the appropriate rebound plates (different types for the front and rear) and screw everything back together. A maximum of three more plates can be mounted per position, in addition to the plate already under each steerer tube. The base plate, which is pre-assembled upon delivery, is bevelled on the sides. It always remains at this point, with the bevels towards the frame support. The small grub screws in the titanium forks (1x fork at the rear and 2x fork at the front) remain in their starting position for the time being. That is about 1 mm up to the stop on the rebound plate.

Caution! The tuning set may only be used under dry conditions. If the surface is wet, the middle grip wheels cannot build up enough contact pressure under thrust. There is an acute loss of grip.

With conventional skaters, when the track is wet, the print is made more frequently and gently so as not to slip. With the gripSPEEDER, however, the impression must be made as vigorously as with a dry web, otherwise the grip rollers build up too little adhesion. If you should slip anyway, the running gear must be made softer so that the grip rollers get more pressure and therefore better grip.

When ordering, the weight of the driver is requested. There are 3 chassis setups, each covering a range of 20 kg body weight. (40 to 60, 60 to 80 and 80 to 100 kg) You can also choose between 3 driver types. (Hobby skater, racer, professional) If the weight of the corresponding skater is at the lower or upper limit of one of the three basic chassis setups, then either the higher or the lower chassis basic setup is selected depending on the expected imprint force of the skater type. The gripSPEEDER will then be configured by us to these values, delivered to you and is ready for use right away. The personal setup can be set on the chassis to optimize the system and to extract all its reserves for maximum speed and best grip

This setting is very simple and is usually carried out identically on both SPEEDERS. For this you stand on a smooth and absolutely flat surface with the SPEEDER, including screwed-on shoes. The right or left SPEEDER is loaded with the full body weight. Now the middle grip wheels should still be able to rotate well and an approximately 2 mm gap should be visible. A second person is helpful.

In case the sag is to big (grip wheels sit on or gap below 2 mm), the titanium forks must be hardened. The setting for this is made with the respective set screws (grub screws M6, front 2x and rear 1x), which are located in the forks, close to the frame. In this case, the first set screws (seen from the black anodized frame) are screwed in as far as they will go, with the enclosed 3 mm Allen key on the unloaded SPEEDER. If the sag is now too little (large gap between the grip rollers and the floor or with a feeler gauge measured over 2 mm), then the screw must be unscrewed piece by piece until a distance of approx. 2 mm is reached or the visible one gap is small enough. If the sag is to big (little or no gap between the grip rollers and the floor or measured with a feeler less than 2 mm), the screws can be screwed in from the stop in steps of ¼ turn a maximum of one turn until a value of approx. 2 mm. At the front fork, however, the possibility of adjusting the second screw closer to the roller must first be used. For the front fork, only this should be used for the maximum of one turn from the stop. In the driving test, the grip rollers should just turn when the road is dry and the footprint is maximum.

Another quick setting option:
With the shoe screwed on, place the entire weight of the body centered on the SPEEDER to be set. Now turn on the two middle grip wheels and pull off centrally with maximum leg strength. Both wheels have to stop. If this is not the case, the chassis is too hard. Either we remove a tuning plate from the possibly installed rebound tuning set at the front and rear, or the adjusting screws on the forks have to be reset until the wheels stop safely. If the wheels stop too early, then reverse the process.

Experienced skaters get control even while skating by pushing and checking the rotation of the grip wheels while skating.

With new skates, this setting must be readjusted after approx. 100 km because the grub screws that press on the hardened stop plate must first be set.

With this basic setting, the gripSPEEDER can be moved very comfortably and effectively. However, in order to exploit the full potential, some handling experience or running routine and the described fine tuning is necessary. The fine tuning is largely dependent on the character of the athlete's movement and the environmental conditions.

A skater with a rather low push frequency, but a strong push needs less sag. While a skater with a high pushing frequency and somewhat lower force input needs more sag, so that the force for the grip rollers is not so far with the lower force application and the grip wheels can also press firm and safe.
Furthermore, it is more effective to keep the sag smaller when the surface is very warm (the gap between the grip rollers and the floor is larger), while more sag is more economical when the surface is cold or wet, etc.

The aim of the fine tuning is therefore the optimization between the pushing and sliding chamfer with the help of the sag setting and the selection of the correct wheel hardness, suitable for the skater type, the road surface and the weather conditions.

For the high-quality and expensive 125 speed wheels with aluminum core, we offer a unique and sustainable service. Depending on the degree of wear, the profile curves can be maintained up to two regrinds and then used again. That means, that regrinding alone saves half the costs compared to buying a new one. It should be noted that the sag value should be corrected slightly afterwards, since the wheel has become somewhat smaller with every cut. If a wheel can no longer be regrounded, we will issue a credit of € 2.50 per reel. This wheel is professionally and environmentally friendly recycled. That means, cored, blasted, anodized and then cast again with the CPU speed mix. This creates an absolutely new wheel that is offered in the shop at a very attractive price. The focus is on protecting resources.